Historisches

Durch die Überleitung der Oberstufe der Volksschulen in die Hauptschule und durch die Zentralisierung der Volksschule in GROß GERUNGS stand das 1967 neu in Betrieb genommene Volksschulgebäude in GRIESBACH nach 5-jährigem Gebrauch vor der Schließung. Es wurde die Idee geboren, hier eine zentrale Polytechnische Schule für die Absolventen der Hauptschulen ARBESBACH, GROß GERUNGS und LANGSCHLAG einzurichten. Ein Polytechnischer Zweig bestand im Markt GROß GERUNGS bereits seit dem Jahre 1966.

Mit Beginn des Schuljahres 1972/73 wurde die Volksschule GRIESBACH stillgelegt und erstmals in 3 Klassen die Schüler des Polytechnischen Lehrganges aus den oa. Hauptschulgemeinden untergebracht. Diese Klassen waren organisatorisch mit der Hauptschule GROß GERUNGS verbunden. Die Gesamtschülerzahl betrug im 1. Schuljahr 79.

Mit Beginn des Schuljahres 1973/74 wurde die Schule erstmals als selbständige Schule des Polytechnischen Lehrganges geführt. Im Schuljahr 1975/76 stieg die Schülerzahl auf den bis dato höchsten Stand von 121.

Eine wesentliche Verbesserung im Hinblick auf die Interessenförderung der einzelnen Schüler erfolgte im Rahmen einer Lehrplanänderung ab dem Jahre 1981: Künftig erhielten die Schüler die Möglichkeit, zu den Pflichtgegenständen auch Fächer je nach Neigung und voraussichtlicher Berufsentscheidung zu wählen. Englisch wird ferner als Pflichtfach unterrichtet.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Polytechnische Lehrgang GRIESBACH immer mehr zu einer Schule mit Berufsorientierung und Vermittlung praktischer Berufserfahrung.

Einer der wesentlichen Meilensteine in der Lehrplangestaltung des Polytechnischen Lehrganges war der Einstieg in den Schulversuch “PL 2000”, mit dem eine enorme Attraktivitätssteigerung für die Schule erzielt wurde. Die Schultypenbezeichnung wurde mit Polytechnische Schule (PTS) festgelegt.

Im Jahre 2020 wird wieder auf die wirtschftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen eingegangen und ein neuer Lehrplan implementiert. Die Gegenstände Berufs- und Lebenswelt, Politische Bildung – Wirtschaft und Ökologie werden mit neuen Inhalten gefüllt. Die allgemeinbildenden Fächer bleiben erhalten, die alternativen Pflichtgegenstände sind in die Cluster Technik und Dienstleistungen unterteilt. Die Schüler können nunmehr zwischen sechs Fachbereichen wählen: Holz, Bau, Elektro, Metall, Tourimus, Gesundheit/Schönheit/Soziales. Der Wert der Berufsvorbereitung in der Fachpraxis wird auch von zahlreichen Lehrbetrieben erkannt.

Das System der neuen PTS bestehend aus Pflichtgegenständen und zu wählenden Fachbereichen, die sich an Interesse und voraussichtlicher Berufswahl orientieren, findet in der Öffentlichkeit großen Anklang. Für die Mehrzahl der Jugendlichen in der Region GROß GERUNGS bedeutet Berufsbildung auch in der Gegenwart eine gediegene Lehrausbildung mit Zukunftsorientierung. Die Polytechnische Schule GROß GERUNGS dient hier als wichtiges Sprungbrett zum Erreichen dieses Zieles.